Mission "Klassenerhalt": 1. FC Nürnberg poliert seinen Kader für die Frühjahrssaison auf. AREVA-CLUB.de gibt einen Überblick:
Tatenlos rumsitzen ist nicht: Die Vereinsführung des 1. FC Nürnberg stellt sich auf beide Hinterbeine, um die Liga - momentan fehlen vier Punkte auf den Relegationsplatz - zu halten.
Trotz des knappen Budgets gelang es Sportdirektor Martin Bader, neue Namen an den Valznerweiher zu lotsen.
Leihgaben vom Rekordmeister
Eine Stabilisierung des Defensiv-Bereichs erwartet sich Dieter Hecking von Breno (20) und Andreas Ottl (24), die vom FC Bayern München bis zum Saisonende ausgeliehen werden.
"Bei beiden habe ich erkannt, dass großer Einsatzwille da ist", ist der Trainer von ihren Qualitäten überzeugt. "Breno ist schnell, kopfballstark und ein echter Zweikämpfer", schwärmt Hecking vom Brasilianer.
"Andreas macht einen halben Schritt zurück, um weiterzukommen. Er weiß genau, was ihn erwartet." Während Breno ein ausgewiesener Innenverteidiger ist, spielt Ottl vorzugsweise im defensiven Mittelfeld.
Kluge und Spiranovic weg
Um den finanziellen Drahtseilakt zu ermöglichen, musste beim Club erst Platz gemacht werden. Den Fans schmerzt vor allem der Abgang von Arbeitsbiene Peer Kluge, der für kolportierte 1,5 Millionen Euro zu Schalke 04 wechselt.
"Sportlich tut es uns weh, aber aus wirtschaftlicher Sicht ist es zufriedenstellend", bestätigte Bader gegenüber dem "kicker". Doch Reisende soll man bekanntermaßen nicht aufhalten. Hecking: "Er hat uns unmissverständlich klar gemacht, dass er schon mit einem halben Auge nach Schalke schaut."
Völlig andere Wege geht Matthew Spiranovic. Der 21-Jährige wird in den fernen Osten ausgeliehen. Der Australier verteidigt bis Ende des Jahres bei Urawa FC in der japanischen J-League.
Wer kommt noch?
Dieter Hecking will im Frühjahr mit zwei Sechsern spielen lassen. Der Eine ist Ottl. Doch wer ist der andere? Peer Kluge wäre auf der Hand gelegen. Doch der kickt künftig im Ruhrpott.
Im Trainingslager im türkischen Belek wurde Radoslav Zabavnik getestet. Der slowakische Nationalspieler entsprach jedoch nicht, weshalb Jaouhar Mnari bei den bisherigen Testspielen neben Ottl auflief.