Tausend-Gulden-Schuss bringt Nürnberg bei Hoffenheim auf die Verlierer-Straße. Mit 0:3 ist der Club noch gut bedient. Bei 0:0 wird ein Elfer nicht gegeben.
Never change a winning team - gemäß diesem Motto schenkt Nürnberg-Trainer Michael Oeninng gegen Hoffenheim der selben Elf das Vertrauen, die zuletzt gegen Hertha drei Punkte einfuhr.
Und zumindest die Anfangsphase sollte ihm Recht geben: Der Club versteckt sich in Sinsheim nicht, nimmt die Zweikämpfe im Mittelfeld gegen die spielstarken Hoffenheimer an. Die gefürchtete Angriffslawine der Elf von Trainer Ralf Rangnick kommt so erst gar nicht ins Rollen.
Simunic legt Bunjaku
Im Spiel nach vorne tut sich der Club schwer. Der hinter den Spitzen agierende Marek Mintal kann sich kaum in Szene setzen.
Aufregung dann in der 28. Minute, als Josip Simunic Albert Bunjaku im Strafraum zu Fall bringt, ohne den Ball gespielt zu haben. Schiedsrichter Michael Weiner verweigert den fälligen Strafstoß.
Aus dem Nichts
Der Knackpunkt der Partie ist ein Tausend-Gulden-Schuss von Defensivmann Christian Eichner, der den Ball aus rund 35 Metern genau in den Winkel nagelt (34.).
Der Club unter Schock, kassiert nach einem Ballverlust von Mintal das 0:2 durch Ibisevic (38.). Von diesem Doppelschlag erholt sich Nürnberg nicht mehr. Auch die Kabinenpredigt von Michael Oenning kann daran nichts mehr ändern.
Zuculini unbedrängt
Mitte der zweiten Hälfte können die Hoffenheimer im Mittelfeld fast nach Belieben schalten und walten. Davon profitiert der eingewechselte Franco Zuculini, der unbedrängt von der Strafraumgrenze zum Endstand trifft (64.).
FCN-Schlussmann Raphael Schäfer trifft bei allen Gegentreffern keine Schuld.
TSG Hoffenheim - 1. FC Nürnberg 3:0 (2:0)
TSG Hoffenheim: Hildebrand - Ibertsberger, Compper, Simunic, Eichner - Salihovic, Gustavo, Eduardo - Obasi (46. Zuculini), Ibisevic (84. Terrazzino), Obasi (78. Cukcevic)
1. FC Nürnberg: Schäfer - Judt, Wolf, Maroh, Pinola - Kluge - Gygax, (58. Vidosic), Mintal, Frantz (73. Nordtveit) - Eigler, Bunjaku (85. Choupo-Moting)
Tore: Eichner 34., Ibisevic 38., Zuculini 64.